Aktuelles

Bitte vormerken:
Mitgliederversammlung sowie Vortragsveranstaltung am Samstag, 25. März 2017.
Zu den Vorträgen sind interessierte Gäste willkommen.
Ort: 47051 Duisburg, Johannes-Corputius-Platz 1, Eingang Karmelplatz 5, 1. Etage im Stadtarchiv Duisburg/vormaliges Museum Stadt Königsberg

Reisehinweis:
Die Gesellschaft der Freunde Kants und Königsbergs e.V. führt Ihre diesjährige Kant-Reise nach Königsberg vom 17./18. – 23./24. April 2017 durch. Es ist die bereits zehnte Reise, die erste Kant-Reise fand im Jahre 2008 statt, Dies kleine Jubiläum! wird zum Anlass genommen, auch junge Menschen, die noch nie in Königsberg/Kaliningrad waren, für eine Teilnahme an der Reise zu gewinnen. Einige wenige Plätze sind noch frei.
Weitere Angaben und Kontaktmöglichkeiten unter: www.freunde-kants.com

Aktuelle Ausschreibung des Carl Friedrich Goerdeler-Kollegs für Good Governance
Auf die nachfolgende Ausschreibung möchten wir mit unserer Empfehlung aufmerksam machen.
Das Goerdeler-Kolleg für Good Governance ist ein einjähriges berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Es richtet sich an die nächste Generation von Führungskräften, die für die Welt von morgen Verantwortung übernehmen will. Im Laufe des Kollegjahres nehmen die Teilnehmer/innen an drei Seminaren teil und setzen ein eigenes Projekt in ihrem Heimatland um. Teilnehmen können jährlich 20 engagierte Führungskräfte aus Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau, Russland, Serbien, der Türkei und der Ukraine. Prof. Günter Verheugen, Vize-Präsident der Europäischen Kommission a.D., begleitet das Programm als Kollegdirektor. Die Programmsprache ist Deutsch.

Die Teilnehmer/innen des Goerdeler-Kollegs

  • knüpfen wertvolle Kontakte zu hochrangigen Expert/innen aus Gesellschaft, Politik und Verwaltung in Deutschland und der EU,
  • bilden sich zu den Themen Verwaltungsmodernisierung und Good Governance (z.B. Rechtsstaatlichkeit, Corporate Social Responsibility, Bürgerdialog) weiter und erwerben ein entsprechendes Zertifikat einer deutschen Universität,
  • lernen deutsche Institutionen von innen kennen, die auf ähnlichen Feldern operieren wie ihre Heimatinstitutionen,
  • entwickeln ihre Führungskompetenzen und erwerben Kenntnisse im Projektmanagement,
  • setzen mit Unterstützung erfahrener Projektmanager ein eigenes Projekt im Heimatland um,
  • werden Teil eines Netzwerks engagierter Führungspersönlichkeiten in Europa.

Bewerbungsschluss: 20. Februar 2017
Programmbeginn: 6. September 2017
Weitere Informationen: www.goerdeler-kolleg.de
Kontakt in der DGAP: Claire Luzia Leifert (+49 30 254231-92, goerdeler-kolleg@dgap.org)
Kontakt in den Programmländern: http://bit.ly/2gAIEpR
 

Werk 45 der PRUSSIA-Werkreihe im November 2016 erschienen
Franz Herpel - Marinemaler und Segler in Königsberg
Hrsg. PRUSSIA-Gesellschaft
Husum Druck- und Verlagsgesellschaft
ISBN 978-3-89876-833-7
 

In Kooperation mit der Prußen-Stiftung TOLKEMITA und der 2015 gegründeten LO Landesgruppe Brandenburg fand am 29. Oktober 2016 eine Vortragsveranstaltung in Potsdam statt.
Programm siehe Seite Termine / Vorträge.
 

Werk 32 der PRUSSIA-Werkreihe im September 2016 erschienen
Rothe, Wolfgang - Wiemer, Daniela
Zur Siedlungsgeschichte in Preußisch Litthauen 
Band I: Textband, 504 Seiten 
ISBN 978-3-9811896-5-0
Band II: Dokumentenband, 288 Seiten
ISBN 978-3-9811896-1-2

Siehe auch: http://www.wolfgangrothe.de/documents/SG-Flyer-8Seiten.Xpdf.pdf
 

Wir trauern um unsere langjährigen Schriftführerin.

 

Olstzyn/Allenstein 12. August 2016
Information unserer polnischen Parnerorganisation „Pruthenia“:
In der Nähe von Diwitten wurde ein prähistorisches Hügelgräberfeld entdeckt
Vor Kurzem hat eine Forschergruppe in der Nähe von Allenstein ein Grabgewölbe bloßgelegt, das auf mehrere hundert Jahre vor Christi Geburt datiert wird. Das Hügelgrab hat die Form eines Erdhügels, in dessen Innerem sich eine Grabkammer befand. Das Gräberfeld wird derzeit von Archäologen der Wissenschaftlichen Gesellschaft „Pruthenia“ untersucht. Diese Gesellschaft entstand, um die Geschichte, die Kultur und die Sprache Preußens zu verbreiten. Die Ausgrabungsstätte des Hügelgrabs befindet sich zwischen den Dörfern Groß Buchwalde und Münsterberg. Die Begräbnisstätte aus mehreren Grabhügeln wurde schon in den Jahren 1878 bis 1879 beim Bau der Eisenbahnlinie Allenstein–Braunsberg zufällig entdeckt. Durch die Bauarbeiten wurden damals zwei Gräber zerstört.
Nun wollen Archäologen versuchen, zu einem dieser Grabhügel durchzudringen. Zusammen mit der Gemeinde Diwitten, dem Forstamt Kudypy und dem Verein der Freunde des Dorfes Groß Buchwalde wollen sie das entsprechende Forschungsprogramm umsetzen. Das Objekt wurde auf 550 bis 120 Jahre vor Christus datiert. Die Ausgrabungen haben erst im vergangenen Monat begonnen, und die Archäologen wissen noch nicht, was sie erwartet. Bisher fanden sie Keramik-Fragmente und Abdeckplatten von Urnen.
Das Projekt ist in mancher Hinsicht ungewöhnlich. Die traditionellen Forschungsarbeiten der Archäologen beinhalten die Freilegung, die Erforschung und die Dokumentation. Häufig wird ein Objekt am Ende der Untersuchung abgedeckt und verschlossen, damit es nicht zerstört wird.
In diesem Fall wollen die Verantwortlichen es jedoch der Öffentlichkeit zugänglich machen. Unter dem Titel „Sehen Sie in ein Hügelgrab hinein“ soll das Grabgewölbe nach Abschluss der Forschungsarbeiten eine Touristenattraktion werden. Bis Mitte August werden Ausgrabungsarbeiten durchgeführt, danach wird das Hügelgrab Schritt für Schritt rekonstruiert. Bis Ende dieses Monats sollen die Arbeiten beendet sein.
Laut den Archäologen verfügt das südliche Ostpreußen damit als erste Region in dieser Gegend über ein rekonstruiertes Grabgewölbe, dessen Entstehungszeit mehrere tausend Jahre zurück-liegt. Die Ortschaft Diwitten ist auch bekannt als Luftbasis für Zeppeline zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es gab dort eine riesige Halle. Sie hatte eine Höhe von 34 Metern, war 44 Meter breit, und die ursprüngliche Länge betrug 188 Meter, nach einer Verlängerung 192 Meter. Auf beiden Seiten des Hangars exixtierten Gleisanlagen, die für den Transport dieser Luftschiffe dienten, und zwei Verkehrsplätze, welche zirka 500 Meter maßen.
Am Flughafen wurden Garagen, Werkstätten, Lagerhallen für Ersatzteile für die Luftschiffflotte und das Bodenlager sowie eine Radio- und Wetterstation gebaut. Insgesamt waren in Diwitten 24 „Ankerpunkte“.für Zeppeline vorhanden. Der Flughafen von Diwitten wurde nach dem Ersten Weltkrieg aufgrund des Vertrags von Versailles als Militärobjekt abgerissen.
Die Existenz des Flughafens war zwar seit Langem bekannt, aber über seine genaue Position wusste bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts nur das Militär Bescheid. Erst, nachdem die Armee das Gelände verlassen hatte, konnten hier Ausgrabungsarbeiten beginnen. Vier von 24 Punkten für das Anlegemanöver und Fragmente der Gleisanlagen wurden bisher entdeckt. Die gefundenen Spuren der Vergangenheit werden sorgfältig geschützt und ausgestellt, und das umliegende Gebiet wurde gereinigt.
Im September 2012 wurde ein historisch-didaktischer Weg feierlich eröffnet. Dieser touristischen Attraktion wird sich demnächst eine weitere anschließen: ein prähistorisches Hügelgrab, das jedermann besichtigen kann.
PAZ Nr. 32-2016, Leszek Chaburski
 

Berlin, 5. August 2016
Ein spannender Besuch -  Die Vor- und Frühgeschichte Ostpreußens in 50000 Dokumenten
Sehr gern möchte ich Sie ganz herzlich in das Archäologische Zentrum der Staatlichen Museen zu Berlin einladen. In ihm befindet sich auch das Archiv des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte und innerhalb dessen das Archiv des ehemaligen Prussia-Museum Königsberg, dessen Akten aus dem Kreis Heiligenbeil Sie dankenswerter-und verdienstvollerweise im vergangenen Jahr für unser Museum transkribiert haben.“
So lautete das Schreiben, mit dem Archivleiter Horst Junker die 91-jährige Gisela Hannig aus Friedrichshafen zu einem spannenden Besuch nach Berlin bat.
Ein Dankeschön für ihre ehrenamtliche Arbeit. Die Friedrichshafenerin, die in Balga im Kreis Heiligenbeil geboren wurde, gehörte zu den Helfern, die vor zwei Jahren einen Aufruf in der Preußischen Allgemeinen Zeitung gefolgt waren. Die PAZ hatte berichtet, dass vom Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht werden, die Dokumente transkribieren.
Ein wichtige Aufgabe, denn es handelt sich um Schriftstücke aus der legendären Königsberger Prussia Sammlung. Es ist die größte und reichhaltigste Museumssammlung zur Vor- und Frühgeschichte Ostpreußens. Der Zweite Weltkrieg ließ auch diesen Kulturschatz nicht unbeschadet zurück. Teile wurden 1949 nach Berlin in die Akademie der Wissenschaften überführt, wo sie mehr als 40 Jahre im Keller lagerten. Erst nach der deutschen Wiedervereinigung wurden sie wiederentdeckt und dem Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte übergeben.
Seit 1992 werden die rund 45000 archäologischen Objekte und rund 50 000 Blatt Dokumentation geordnet und neukatalogisiert.
Viele der handgeschriebenen Texte sind in der deutschen Kurrentschrift wie zum Beispiel Sütterlin verfasst. Um sie auch heutigen Interessenten zugänglich machen, werden sie von fleißigen ehrenamtlichen Helfern übersetzt. Es sind vor allem interessierte Ruheständler und Pensionäre. Gisela Hannig war lange Zeit eine von ihnen. Kopien, der zu transkribierenden Dokumente, bekam sie nach Friedrichshafen geschickt. Klar war die Neugierde daher groß, auch einmal zu sehen, wo die wertvollen Schriftstücke, denn eigentlich im Original aufbewahrt werden. „Mein Enkel begleitete mich auf der Flugreise. Man bereitete uns im Museum einen besonders netten Empfang“, schreibt die langjährige Abonnentin der PAZ.
PAZ, Nr. 11-2016


Duisburg, 14. Mai 2016 
Die Mitgliederversammlung bestätigte die sich erneut zur Wahl stellenden bisherigen Vorstandsmitglieder für weitere drei Jahre. Als zweiter Kassenprüfer wurde erstmalig Herr Meinhard Staar gewählt.

 

Königsberg/Kaliningrad, 30. April 2016
Westflügel des Schlosses schon 2018
Mit einer überraschenden Mitteilung erfreute der Kaliningrader Gouverneur am Donnerstagabend die Leser der Kaliningrader Regionalmedien. Er informierte, dass man einen Investor gefunden habe, der stark daran interessiert ist den Westflügel des alten Königsberger Schlosses noch bis zum Jahre 2018 wieder zu errichten. Jetzt geht es darum, so schnell wie möglich die alten Fundamente wieder auszugraben, Baumaterial zu finden, welches den ehemals verwendeten sehr ähnlich sind, möglichst viel authentisches Foto- und Bildmaterial über das Schloss zu sichten und zu beginnen. Selbst wenn es nicht gelingen sollte den Westflügel bis 2018 wieder zu errichten, so ist alleine schon die Baustelle ein Anziehungspunkt für die Kaliningrad-Besucher.  
Ursprung:: http://kaliningrad-domizil.ru/

 

 

 

 

Die nächste Vortragsveranstaltung der PRUSSIA-Gesellschaft wie auch die am selben Tag stattfindende Mitgliederversammlung, wird aufgrund von Baumaßnahmen und der Verlagerung der Bestände des Museums Stadt Königsberg am 14. Mai 2016 am bisherigen Ort in Duisburg stattfinden. 
Um Verständnis für die spätere Durchführung wird gebeten.
 

Königsberg/Kaliningrad, 15. Januar 2016
Neue Ideen für den Schloss-Wiederaufbau
Vor Kurzem wurde ein öffentlich ausgeschriebener Architekturwettbewerb mit dem Titel „Schlossnachbau“ durchgeführt. Die Preußische  Allgemeine Zeitung (PAZ) berichtete in Ihrer Nr. 2 2016 darüber.

Der Artikel ist hier nachzulesen: Neue Ideen für Schloss Wiederaufbau.pdf Download
 

Berlin, 12. Januar 2016
Seit Januar 2016 wurde im Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte das neue DFG-Projekt zur wissenschaftlichen Erfassung der Prussia-Sammlung gestartet. Eine weitere Wisschanschaftlerin konnte für die Bearbeitung der Funde aus der Römischen Kaiserzeit und der Völkerwanderungszeit gewonnen werden.

Mit dem neuen Projekt wurde auch dem Internet-Auftritt www.prussia-museum.eu  ein neues Gewand gegeben sowie Inhalte erweitert. Ein Besuch der Seite ist sehr empfehlenswert.
 

Potsdam, 3. Dezember 2015 
Buchvorstellung Im letzten Garten - Der Bornstedter Friedhof am Park Sanssouci 
Schon Theodor Fontane stellte bei seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ fest: „Was in Sanssouci stirbt, wird in Bornstedt begraben.“ Auf dem über 400 Jahre alten Bornstedter Friedhof in Potsdam haben hochrangige Militärs, Beamte, Hofdamen, Architekten, Kastellane und Hofgärtner wie etwa Peter Joseph Lenné ihre letzte Ruhe gefunden. Der unter Denkmalschutz stehende Friedhof und seine malerisch wirkende Kirche, 1857 im Auftrag von Friedrich Wilhelm IV. erbaut, sind einzigartige Zeugnisse brandenburgisch-preußischer Geschichte. Die renommierte Potsdamer Fotografin Monika Schulz-Fieguth hat die verschiedenen Stimmungen dieses „letzten Gartens“ in feinsinnigen Bildern eingefangen. Ergänzt durch Texte von Klaus Büstrin wird so ein nachdenklicher Spaziergang unternommen, bei dem die alten Grabsteine zu erzählen beginnen.

Fotografien von Monika Schulz-Fieguth, mit Texten von Klaus Büstrin 
Herausgegeben als Werk 43 der PRUSSIA-Schriftenreihe 
120 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, gebunden, Format 30 x 26 cm 
ISBN 978-3-89876-804-7
 

Berlin, 17. November 2015
Zu Gast in der Russischen Botschaft in Berlin 
Anlässlich des geplanten Wiederaufbaus der Potsdamer Garnisonkirche wurde vom Russischen Botschafter Wladimir M. Grinin und der Stiftung der Garnisonkirche mit den ehemaligen Ministerpräsidenten Brandenburgs, Manfred Stolpe und Mathias Platzek, in die Russische Botschaft in Berlin, Unter den Linden zu einem Benefizkonzert eingeladen. 
Bei dieser Gelegenheit, konnte das von der PRUSSIA-Gesellschaft herausgegebene Werk "Die Kurische Nehrung - Melancholie einer Landschaft" von der Mitautorin, Monika Schulz-Fieguth, persönlich übergeben werden.  

Copyright bei: Holger Schilbsky (Fotograf)
 

Potsdam, 17. November 2015
Zu Gast beim Landtagsvizepräsidenten in Potsdam
Dieter Dombrowski, Vizepräsident des Brandenburger Landtags, empfing den Präsidenten der PRUSSIA-Gesellschaft  zu einem Gedankenaustausch im Landtag (Potsdamer Stadtschloss).
Das Gesprächsspektrum deckte u.a. die historische Entwicklung Alt-und Ostpreußens bis hin zu gegenwärtigen Vereinigungen in Deutschland und der heute staatlich dreigeteilten Region ab, welche sich mit diesem Teil der europäischen Geschichte identifizieren und Menschen näher bringen. HIerzu gehört zweifelsfrei auch die PRUSSIA-Gesellschaft. Hingewiesen wurde auch auf die vom Landtag lediglich 500 Meter entfernt zu findende Museumsgalerie "Die Ersten Preußen" der Prußen-Stiftung Tolkemita. Das gegenwärtige Ostpreußen ist Dieter Dombrowski durch Reisen u.a. nach Königsberg und Memel persönlich bekannt.  

 

Carl Knauf – Eine Wiederentdeckung
V
om 1. Oktober bis zum 22. November 2015 wird eine umfangreiche Sonderausstellung mit Werken des lange zur Künstlerkolonie Nidden gehörenden Malers Carl Knauf (1893–1944) in der Franz Domscheit-Galerie (Pranas Domsaitis) in Memel [Klaipeda] zu sehen sein. Nähere Informationen unter: www.ldm.lt/PDG

Auf Initiative des Kunstsammlers und ausgewiesenen Carl Knauf Experten Bernd Schimpke wurde am 2. Oktober 2015 auf dem historischen Fischerfriedhof in Nidden ein Grabkreuz an den am 1. April 1944 in Nidden verstorben Kunstmaler errrichtet und durch den Niddener Pastor Jonas Liorancas gesegnet.
Das hölzerne Grabkreuz ist entsprechend einer historischen Vorlagen angefertigt worden. Das Engagement von Herrn Schimpke wurde von der Deutschen Botschaft in Wilna helfend unterstützt und finanziell gefördert, ebenso von der PRUSSIA-Gesellschaft. Auch in der Stadtverwaltung Neringa fand man ein offenes Ohr für das Vorhaben. Weitere Informationen siehe Preußische Allgemeine Zeitung, Nr. 42 vom 16. Oktober 2015

 

Potsdam, 25. September 2015
Die PRUSSIA-Gesellschaft führte eine eintägige Tagung „Fragen einer möglichen Initiative zur Auffindung und Aufarbeitung von Relikten / Restbeständen der Schau- und Studiensammlung der vormaligen Altertumsgesellschaft Prussia. Ziel war es herauszufinden, ob es ein länderübergreifendes Interesse zur Initiierung einer entsprechenden Kampagne gibt. Politische Themen wurden bewußt ausgeklammert und sich auf einen wissenschaftlichen Gedankenaustausch und einer möglichen gemeinsamen Vorgehensweise beschränkt.
 

Kaliningrad (Königsberg), 17. Juli 2015
Über die PRUSSIA-Gesellschaft wurde in der größten Zeitung des Gebiets berichtet.
Anlass war die persönliche Übergabe von Freiexemplaren des von der PRUSSIA-Gesellschaft herausgegebenen Werk 42 "Die Kurische Nehrung - Melancholie einer Landschaft" für russische Institutionen und Personen. Um eine reibungslose Überbringung der Bücher sicherzustellen, wurden die Exemplare durch Herrn Joachim Ruhnau persönlich im Kaliningrader Museum für Geschichte und Kunst übergeben. Von dort erfolgt die Weiterverteilung an verschiedene Empfänger.
Nachfolgend die Rohübersetzung sowie der Zeitungsartikel selbst. 
In Deutschland wurde das Buch über die Kurischen Nehrung veröffentlicht.
Die Autorin des Buches "Die Kurische Nehrung. Melancholie einer Landschaft" ist ein deutsche Photographin namens Monika Schulz-Figut. Das Buch enthält ca.100 Fotos, die während einer zweiwöchigen Reise durch den eigenartigen Naturschutzpark, der zum UNESCO- Weltkulturerbe gehört, gemacht wurden. Man kann zauberhafte Landschaften und Porträts von Einheimischen von der Kurischen Nehrung ansehen. Zu jedem Foto im Buch sind entspreched Texte von deutschen und litauischen Dichtern, deren Leben und Schaffen mit unserem Gebiet verbunden ist, enthalten.
An der Erarbeitung des Buches haben die Mitarbeiter des Kaliningrader Kunstmuseums teilgenommen. Der Leiter des Museums Sergej Jakimov hat einen der einleitenden Texte zum Buch geschrieben. Er erinnert dem Leser daran, dass die Kurische Nehrung mit Geschichte gefüllt ist :"Der Weg, der irgendwann der Weg der Post war, hat Vieles erlebt: Darauf liefen Fischer der Neolithepoche, kurische Kämpfer auf ihrem Marsch gegen Ordensritter, auch Königin Luise fuhr mit der Kutsche aus Königsberg kommend über die Nehrung ..."
Das Buch "Die Kurische Nehrung. Melancholie einer Landschaft" wurde mit Hilfe der deutschen Gesellschaft "PRUSSIA" (Gesellschaft für Geschichte und der Landeskunde Ost-und-Westpreußens), deren Mitglied seit dem letzten Jahr auch unser Museum ist. Die Gesellschaft wurde 1844 in Königsberg gegründet. Das Ziel der Gesellschaft ist das Vermitteln der Geschichte sowie Suche und Bewahrung von Fundstücken der alten Preußen sowie von Kunstwerken.“

 

Nojdymowo (Bischofsburg), 3. Juli 2015
Die Ausstellung "Landwirtschaft in Ostpreußen" der PRUSSIA-Gesellschaft wird im polnischen Nojdymowo (vormals Bischofsburg, Krs. Rößel) anlässlich des 25-jährigen Bestehens der von Herrn Paul Gollan am 19. Juli 1990 gegründeten "Sozialkulturelle Gesellschaft der deutschen Minderheit in Ermland und Masuren" gezeigt werden. Der Vorstand gratuliert seinem Mitglied zum 25. Jubiläum. 
Die Ausstellung ist in ihrer Art einmalig und stellt facettenreich Ostpreußens Landwirtschaft und Tierzucht vor. 
 

Werder (Havel), Juni 2015
Pflegte die Altertumsgesellschaft Prussia einen Schriftenaustausch quasi weltweit mit annähernd 100 (Annahme) Universitäten, Instituten, Bibliotheken etc., so ist dieses gegenwärtig, auch da die Gesellschaft nicht unmittelbar in der im Interesse stehenden Region ansässig ist, als erstrebenswert anzuführen. 
Umso mehr erfreut es, dass jüngst ein Kontakt und ein Austausch mit der Azores University aufgenommen werden konnte.
Bereits seit Jahren gibt es Zusammenarbeiten mit polnischen, russischen, litauischen und lettischen Institutionen und Einzelpersonen.
 

Leipzig, 14. März 2015 
Auf der Leipziger Buchmesse wurde das in der Werkreihe der PRUSSIA-Gesellschaft erschienene Werk 42 "Die Kurische Nehrung - Melancholie einer Landschaft" durch die Verlagsgruppe HUSUM vorgestellt.
Die künstlerischen Fotografien stammen von Monika Schulz-Fieguth.
Das Werk wurde unter Mitarbeit (Texte) von Dietmar und Hildegard Willoweit erstellt.
120 Seiten, Format 30 x 26 cm
Husum Verlagsgruppe
ISBN 978-3-89876-772-9

Das nachfolgende Foto zeigt Frau Schulz-Fieguth zusammen mit Herrn Paulsen (HUSUM-Verlag) und Herrn Hans-Jörg Froese.   


Berlin, 9. März 2015
Der Präsident der PRUSSIA-Gesellschaft, Hans-Jörg Froese, übergibt dem Bundespräsidenten Joachim Gauck im Schloß Bellevue das mit einer Widmung versehene erste Exemplar des neu erschienenen Buches: Die Kurische Nehrung - Melancholie einer Landschaft
Anlass war eine literarische Veranstaltung des Bundespräsidenten zu Ehren des Schriftstellers Johannes Bobrowski, dessen Todestag sich am 9. März zum 50. Mal jährte. Gäste der Veranstaltung kamen auch aus Russland und Litauen.

Weiteres unter:
http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Reden/2015/03/150309-Bobrowski.html?nn=1891550  
 

Werder (Havel), 28. November 2014
In der PRUSSIA-Werkreihe ist Band 40 erschienen.
Rothe, Wolfgang; Kutz, Dietmar; Wiemer, Daniela
Romintener Heide und Goldap - Postkarten Bildband
Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen
Format 17,5 x 2,2 x 24,1 cm
ISBN 978-3-78888-1682-7


Wer hilft beim Lesen alter Briefe und Tagebücher?
Freiwillige für die Erschließung des archäologischen Archivs des ehemaligen Prussia-Museums Königsberg gesucht
- Artikel in Preußische Allgemeine Zeitung Ausgabe 42/14 vom 18.10.2014 -

Zwölf Jahre ist es her, dass die Kunde von der Wiederentdeckung und Rekonstruktion der legendären Königsberger Prussia-Sammlung durch die Medien ging. Nach einer bizarren Odyssee durch das Deutschland der Kriegs- und Nachkriegszeit waren 2002 wesentliche Teile dieser größten und reichhaltigsten Museumssammlung zur Archäologie Ostpreußens am Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte buchstäblich auferstanden.

Bis zum Mauerfall hatten selbst Fachleute von der Existenz nichts gewusst, denn ihr letzter Be­sitzer, die Ostberliner Akademie der Wissenschaften, hielt sie ab 1949 als geheime Verschlusssache verborgen, zuletzt in den Kellerlabyrinthen unter dem jetzigen Bundesratsgebäude. Vorherige Stationen ihres abenteuerlichen Weges waren Gut Broock bei Demmin in Vorpommern und Rastenburg-Carlshof bei Allenstein. Bis 1943 hatte sich die archäologische Sammlung des Prussia-Museums im Königsberger Schloss befunden, die Aufzeichnungen nur wenige Schritte entfernt im Gebäude Hintertragheim 31.

Der Berliner Archivar Horst Junker kennt die Artefakte und Archivalien seit ihrer Wiederauffindung 1990. Zusammen mit der Archäologin Heidemarie Eilbracht widmet er aktuell besonders Letzteren einen Großteil seiner Arbeitskraft. „Von den einst wahrscheinlich mehr als 250000 archäologischen Bodenfunden Ostpreußens existieren heute gerade noch 45000 in Berlin und 25000 in Königsberg“, weiß Junker zu berichten.

Dies sei immer noch ein beträchtlicher Fundus, um zu forschen, doch gerade die Preziosen und die wissenschaftlichen Leitfunde seien in den Wirren der Nachkriegsjahre illegal in Privatbesitz gelangt oder wurden sogar mutwillig zerstört. „Mit diesen kulturgeschichtlichen Sachzeugen sind nicht nur beträchtliche materielle Werte verloren gegangen“, konstatiert Heidemarie Eilbracht, „sondern auch unzählige für heutige Archäologen essenzielle Informationen.“

Beide wollen die geretteten Königsberger Archivalien als lebendiges Kulturgut erhalten, denn zunehmend interessieren sich nicht nur Archäologen in Deutschland, Polen und Litauen für dieses historische Quellenmaterial, sondern auch Forscher anderer Disziplinen, die sich auf die Kulturlandschaft Ostpreußen und ihre besondere Geschichte spezialisiert haben. Eilbracht und Junker haben darum jüngst eine Auswahl von 35000 Dokumenten digitalisieren lassen.

„Um 125 Jahre archäologischer Forschung in Ostpreußen digital zu konservieren, bedarf es heute nur noch einiger Zentimeter freien Platzes in einer Schreibtischschublade oder einem Bücherregal“, bemerkt der Archivar mit Hinweis auf die Computerfestplatte auf seinem Schreibtisch und fährt fort: „Die Verfügbarkeit der Archivalien als digitale Ressource macht uns flexibler bei ihrer weiteren Erschließung. Man muss nicht mehr zwangsläufig nach Berlin reisen, um mit den Dokumenten arbeiten zu können.“

Dass in den Königsberger Papieren noch unzählige Entdeckungen zu machen sind, davon ist er überzeugt. Als Beleg verweist er auf die Zeichnung einer etwa 30 Zentimeter langen Lanzenspitze aus Rentierknochen, aufgefunden bei Gumbinnen. In den 1930er Jahren galt sie als das älteste prähistorische Artefakt Ostpreußens. Seit 1945 jedoch fehlt von ihr jede Spur. Die Aufzeichnungen der sie damals untersuchenden Fachleute indes liegen im Archiv in Berlin vor. Dank ihrer lässt sich der spektakuläre Fund auf dem Wissensstand des 21. Jahrhunderts neu analysieren und bewerten.

Mit der digitalen Reproduktion der alten Briefe, Berichte und Tagebücher sei das Ziel noch nicht erreicht, erläutert Heidemarie Eil­bracht. Um die Archivalien der modernen Forschung dienstbar zu machen, ist es nötig, sie inhaltlich zu erschließen, am besten mittels einer Online-Datenbank. „Um umfassende und korrekte Orts- und Personennamen, Angaben zu den Fundumständen und andere nützliche Sachschlagworte in einer solchen Datenbank hinterlegen zu können, ist es unvermeidlich, jedes aussagekräftige Dokument zuvor zu lesen“, weiß Eilbracht aus langjähriger Berufspraxis. Wurde es handschriftlich erstellt, was oft genug der Fall ist, bedarf es meist einer Transkription, also einer Umschrift Wort für Wort.

Für diese Arbeiten, für die das Museum für Vor- und Frühgeschichte auf absehbare Zeit kein Budget hat, suchen Eilbracht und Junker ständig nach freiwilligen Helfern. Seit einigen Jahren arbeiten sie mit interessierten Ruheständlern und Pensionären zusammen, für die mit der freiwilligen und eigenverantwortlichen Arbeit im Museumsarchiv nicht selten ein Jugendtraum in Erfüllung geht.

Doch die Reihen derer, die Sütterlin & Co. noch in der Schule erlernten, haben sich mittlerweile gelichtet und es bereitet den beiden zunehmend Mühe, „Nachwuchs“ zu finden. „Früher hatte in Ostpreußen jeder Kreis seinen ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger, welcher sich in Kooperation mit dem Königsberger Prussia-Museum vor Ort um die Belange der Archäologie kümmerte“, schildert Junker die Voraussetzungen, unter denen viele der sorgfältig gezeichneten Grabungspläne und akribisch geführten Arbeitstagebücher aus den Jahren 1850 bis 1944 entstanden. „Wenn es uns gelänge, in Berlin etwas Ähnliches für das Transkribieren der Königsberger Archivalien aufzubauen, dann sollte sich unser Vorhaben tatsächlich in den veranschlagten zehn Jahren verwirklichen lassen.“

Die digitale „Ausgabe“ der Königsberger Archivalien bietet den Berlinern für die Einbindung externer Helfer tatsächlich ganz neue Möglichkeiten. Denn je nach Bedarf können sie die Dokumente jetzt duplizieren, ausdrucken sowie beliebig vergrößern oder verkleinern. „Eine Mitarbeit in unserem Team“, zeigt sich Heidemarie Eilbracht optimistisch, „lässt sich ab sofort sogar aus der Ferne organisieren.“ Und wem die Kenntnisse der deutschen Kurrentschrift – so die korrekte Bezeichnung der alten Schreibschriften – fehlt? „Der erhält von uns eine Buchstabentabelle, eine Lupe und ein paar Übungsdokumente für den autodidaktischen Einstieg.“ Bisher habe das noch jeder geschafft, der sich ein paar Tage Zeit dafür nahm. „Aber natürlich helfen wir auch beim Einstieg, dann ist die erste Hürde nicht so hoch.“

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte befindet sich im Archäologischen Zentrum in Berlin-Mitte. Interessenten für eine ehrenamtliche Mitarbeit bei der Transkription der Archivalien des Prussia-Museum erhalten Kontakt zum Projekt über die Telefonnummer (030) 266425320 sowie die E-Mail-Adressen h.eilbracht@smb.spk-berlin.de und prussia.gesellschaft@googlemail.com. E.B.

 


Das 7. Deutsch-Russisches Forum tagte am 18. Oktober 2014 in Tilsit.
Das von der Landsmannschaft Ostpreußen (LO) organisierte Deutsch-Russische Forum fand in diesem Jahr mit 70 Teilnehmer statt. Das Forum festigt die Zusammenarbeit. Es ist zudem eine gefragte und feste Einrichtung gewordene Veranstaltung, um sich über ihre verschiedenen Aktivitäten im Königsberger Gebiet auszutauschen. Die PRUSSIA-Gesellschaft wurde durch den Präsidenten Hans-Jörg Froese vor Ort vertreten.

Für weitere Informationen siehe:  Text     Bilderstrecke
 


Erstes institutionelles Mitglied aus Russland
Am 18. September 2014 fand im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin, Friedrichstraße 176–179, die Eröffnung der Ausstellungen - „Der Erste Weltkrieg. Sichtweise ein Jahrhundert danach“ und „Der Große und Vergessene Erste Weltkrieg. Seiten der Erinnerung“ statt. An der Veranstaltung nahmen Wissenschaftler, Diplomaten, Medienvertreter, Mitarbeiter des Berliner Stadtmuseums sowie russische und deutsche Interessierte teil. 
Im Rahmen der offiziellen Eröffnung erhielt der Präsident der PRUSSIA-Gesellschaft, Hans-Jörg Froese, die Gelegenheit zu einem Grußwort. In diesem Rahmen überreichte er dem anwesenden Direktor des Kaliningrader Museums für Geschichte und Kunst, S.A. Jakimow, für das Museum die Ernennungsurkunde zum Mitglied der Gesellschaft. Zur Freude beider Seiten handelt es sich um die erste Mitgliedschaft einer Institution aus Russland in der PRUSSIA-Gesellschaft.   

 

==> Jetzt verfügbar das u.a. von der PRUSSIA-Gesellschaft geförderte Buch
"Orte der Reformation - Königsberg und das Herzogtum Preußen" 
Siehe auch unter Buchempfehlungen lfd. Nr. 11


 Die 11. erweiterte Ausgabe von Werk 14 der PRUSSIA-Schriftenreihe "Sammlung PRUSSIA - Archiv und Bibliothek - Eine bibliographische Dokumentation mit dem Schwerpunkt Ostpreußen, bearbeitet und zusammengestellt von Regierungsschuldirektor a.D. Dr. Lothar Förmer, wurde im Juni 2014 als gedruckte Ausgabe wie auch im Dateiformat PDF auf CD herausgegeben. 
Mitglieder der PRUSSIA-Gesellschaft wie diverse Institutionen (Forschungseinrichtungen, Bibliotheken, Museen), landsmannschaftliche Vereinigungen und interessierte Einzelpersonen erhielten Exemplare. Darüber hinaus können Exemplare zum Selbstkostenpreis erworben werden (solange verfügbar). 
 

Am 21. Juni 2014 führte unser Mitglied Dr. habil. Vladimir I. Kulakov eine eintägige Exkursion durch das Samland zu bedeutenden archäologische Fundorten durch. 
Die Fahrt per Kleinbus startete und endete in Königsberg. Haltepunkte waren Wargen, Ekritten, Rudau, Dollkeim, Kaup, Wiskiauten, Cranz und Ramtau-Neukuhren. 
Fachkundige Einweisungen in die Grabungsstätten, die vormalige Besiedlung und Nutzung über Generationen, Grabungstechniken und -risiken sowie gegenwärtige Kooperationen und Probleme wurden umfassend dargestellt. In Cranz und Ramtau wurden die  örtlichen Museen mit Ausstellungen archäologischer Funde besucht.

 

 

Am 20. Juni 2014 fand in den Räumlichkeiten des Museums für Kunst und Geschichte für das Gebiet Kaliningrad ein erstes Sondierungstreffen mit den dortigen Direktor Yakimov statt. In einer offenen und konstruktiven Atmosphäre wurde sich über Vergangenheit und  Gegenwart sowie über das gemeinsam zu wahrende Erbe ausgetauscht. Vereinbart wurde eine bilaterale Zusammenarbeit sowie zukünftige Austausche sowie gegenseitige Unterstützungen. Dieses gilt es jetzt durch Taten umzusetzen. 
Bereits wenige Tage nach dem Treffen wurde (problemlos) ein Vertrag zur Etablierung einer Dauerausstellung in Tollmingkehmen geschlossen. Weitere Informationen hierzu folgen nach dem Erreichen entsprechender Ergebnisse im Jahr 2015.

 

Vom 12. bis 15. Juni 2014 wurde an der Tagung "Horizons of Archival Archaeilogy" in Nidden (Nida) teilgenommen. Teilnehmer waren überwiegend Archäologen aus Deutschland, Polen, Russland, Litauen und Lettland. Veranstaltet wurde die Tagung von der Kommission zur Erforschung archäologischer Sammlungen und Unterlagen aus dem nordöstlichen Mitteleuropa (KAFU), mit dem regionalen Arbeitsschwerpunkt Ostpreußen.  

 

 

 

 

Projektbezogene finanzielle Unterstützungen der PRUSSIA-Gesellschaft 2014
a) Buchprojekt "Orte der Reformation: Königsberg"
Von der Ev. Verlagsanstalt in Leipzig werden insgesamt etwa 40 Hefte zu bekannten Luther-Stätten unter dem Thema "Orte der Reformation" herausgegeben. Bis zum Jahr 2017 sollen diese Hefte komplett vorliegen. 

b) Zur Ergänzung der Ausstellungsmaterialien wird im Mai 2014 ein Rollup zur "Archälogie in Ostpreußen - alte Funde - neue Forschung, europäische Zusammenarbeit" angefertigt. Beim Deutschlandtreffen der Ostpreußen am 17./18. Mai 2014 werden die neuen Materialien präsentiert. 

c) Konzeption, Realisierung und Finanzierung von zwei neuen Dauerausstellungen (Präsentations-Wendehalter) im russischen Teil Ostpreußens werden durch inhaltliche Beiträge wie auch finanziell unterstützt.


Wir trauern um unseren langjährigen Präsidenten Prof. Dr. med. Günter Brilla.

 

Projektbezogene finanzielle Unterstützungen der PRUSSIA-Gesellschaft 2012/13
a) „Digitalisierung von ostpreußischen Theaterzetteln“ aus dem Bestand der Akademie der Künste Berlin sowie der anschließenden Vorbereitung einer Publikation exemplarischer Stücke der fast lückenlosen Königsberger Sammlung von 1804 bis 1873.

b) "Chronik der Schule zu Nidden". Eine einzigartige historische Quelle, welche in bildhafter Weise Zeugnis von den Ereignissen zwischen 1894 und 1944, von den Einwohnern und ihrer Umwelt, von kulturellen und politischen Ereignissen, die die Identität der Menschen und die Einzigartigkeit der Region formten, ablegt und dokumentiert. Dem Werk zugrunde lag seit April 2012 die von Henry Fuchs im Jahre 1923 angelegte und bis 1945 fortgeführte Chronik zwei Halblederbände, 275 Seiten), welche eine farbig illustrierte Titelseite, zahlreiche montierten Photographien und anderen Beilagen beinhaltete. 
Erst im Juli 2013 erreichte eine Fotokopie der vorherigen Schulchronik von 1894 bis 1923 die Verfasser. Dieser Teil wurde mit in das Werk integriert. 
Die Herausgabe der Chronik als Buch in deutscher Sprache (September 2013) sowie in litauischer Übersetzung (im Jahr 2014) ist ein außergewöhnliches Vorhaben. Es erinnert nicht nur an die Gegebenheiten, Schicksale und langjährige Tradition der Region sondern es ist eine einzigartige geschichtliche Quelle.
Grußworte des Staatspräsidenten der Republik Litauen sowie des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Litauen zeigen den besonderen Wert der Chronik.
Die PRUSSIA-Gesellschaft hat das Vorhaben finanziell unterstützt und wird als Sponsor aufgeführt.

c) Die Internationale Ernst-Wiechert-Gesellschaft erhielt einen Zuschuss der PRUSSIA-Gesellschaft für die Herstellung einer Gedenktafel an den Schriftsteller Sem Simkin. Die Tafel wurde durch russische Künstler hergestellt und am 9. Dezember 2012, dem Geburtstag von Sem Simkin, eingeweiht.  
 

Wahl des Vorstands am 27. April 2013
Während der Mitgliederversammlung wurden turnusgemäß der Vorstand sowie die Kassenprüfer neu gewählt. Neu besetzt wurde die Position des Schriftführers sowie einer der zwei Kassenprüfer. Bei den weiteren satzungsgemäßen Positionen wurden die bisherigen Personen wieder gewählt. Weiteres siehe unter "Impressum / Kontakt".
 

PRESSEMITTEILUNG - Einladung zur Pressekonferenz
Am 17. April 2013 um 11 Uhr
Ort: Vaterländischer Saal, Neues Museum, Bodestr. 1-3, 10178 Berlin  
Thema: Das archäologische Erbe Ostpreußens. Internationale Forschungen zur Besiedlung des Baltikums in der Vor- und Frühgeschichte  

Sehr geehrte Damen und Herren,
Das historische Ostpreußen zählt zu den reichsten archäologischen Fund landschaften in Europa. Das Prussia-Museum im ehemaligen Königsberg beherbergte bis 1945 Hunderttausende von Objekten aus der Steinzeit bis in das Mittelalter. In Folge des Krieges schienen die einzigartigen Bestän- de lange Zeit unwiederbringlich verloren. Erst nach und nach wurden sie an verschiedenen Orten in Russland, Polen und Berlin wiederentdeckt, hatten aber in der Regel ihren historischen Kontext verloren. In einem gemeinsamen Vorhaben des Museums für Vor- und Frühgeschichte (MVF) Berlin und dem Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) Schleswig werden diese Zusammenhänge nun erst- mals umfassend rekonstruiert. Gefördert wird es von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und dem Land Schleswig- Holstein. Das Vorhaben unter der Leitung von Prof. Matthias Wemhoff (MVF) und Prof. Claus von Carnap-Bornheim (ZBSA) kooperiert eng mit den polnischen, russischen und litauischen Institutionen, zu deren Län dern die Region Ostpreußen heute gehört.  

Erstmalig kommt der international besetzte Wissenschaftliche Beirat in Berlin am 16. April 2013 zusammen. Hiermit laden wir Sie herzlich ein, am Mittwoch, dem 17. April 2013, um 11 Uhr, an der öffentlichen  Präsentation dieses Vorhabens im Neuen Museum teilzunehmen.  

Zur Pressekonferenz am 17. April 2013 sprechen Hermann Parzinger Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Gernot Wilhelm Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Claus von Carnap-Bornheim Direktor des Zentrums für Baltische und Skandinavische Archäologie Schleswig Matthias Wemhoff Direktor des Museum für Vor- und Frühgeschichte – Staatliche Museen zu Berlin 
 

Neue Seite im Internet geschaltet
Dank der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sind die mittelalterlichen Funde des 9. bis 15. Jahrhunderts aus der ehemaligen Prussia-Sammlung in Königsberg, die sich im Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin befinden, sind 15. März 2013 über das Internet zugänglich.
Während der letzten eineinhalb Jahre hat ein Forschungsprojekt zu den mittelalterlichen Beständen aus der ehemaligen Prussia-Sammlung in Berlin 4920 Funde in einer Datenbank erfasst, deren Inhalt nun online gestellt wurde. Ziel des von der DFG gefördertes Forschungsprojektes am Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin ist es, den aus zeitgeschichtlichen Gründen weitgehend unbekannten frühgeschichtlichen Quellenbestand mit zirka 20000 Objekten umfassend wissenschaftlich auszuwerten und damit das kulturelle Erbe einer heute nationalstaatlich geteilten Region wieder der Forschung zuzuführen.

Die Bestände können über die Website www.smb-digital.de eingesehen werden. Dazu wählt man auf der linken Menüleiste erst das „Museum für Vor- und Frühgeschichte“, dann die „Prussia-Sammlung“. Wenn man alle Objekte eines Fundplatzes einsehen möchte, wählt man die Suchfunktion „Erweiterte Suche“ und gibt unter der Option „Volltextsuche“ den Fundortnamen ein. Beim Klick auf den einzelnen Datensatz mit Foto erhalt man alle Grunddaten zum gezeigten Objekt.

 

Aktualisierte Satzung
Die Mitgliederversammlung der PRUSSIA hat am 24. März 2012 die vom Vorstand vorgeschlagene Satzungsänderung angenommen.

Damit wurden zwischenzeitlich ergangene gesetzliche Auflagen umgesetzt, Regelungslücken geschlossen sowie sich für zukünftigen Aufgaben in einem veränderten Umfeld aufgestellt.
Grundlegende Gedanken dabei waren:
a) Der Mythos PRUSSIA muss bewahrt bleiben. Dies beinhaltet Perspektiven und Möglichkeiten.
b) Den Verpflichtungen gegenüber Ost- und Westpreußen, Preußen und Deutschland als Teil Europas ist nachzukommen.
c) Die eigene Rolle neben bzw. in Ergänzung zu anderen Institutionen und Verbänden im In- und Ausland ist zu festigen, Aufgaben sind zukünftig ggf. verstärkt durch Kooperationen wahrzunehmen.

Die Eintragung beim zuständigen Vereinsregister erfolgte im Juni 2013.
 

Neue Seite im Internet geschaltet
Im Rahmen einer Kooperation, ist nunmehr seit Mitte April 2012 die neue Internet-Seite Die Prussia-Sammlung im Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin - Archäologische Sammlung und Fundarchiv unter www.prussia-museum.eu verfügbar. 

Der Berliner Bestand der PRUSSIA-Sammlung umfasst ca. 50.000 Objekte vor allem aus Eisen, Bronze, Silber, Stein, Glas, Textil und Leder. Der Schwerpunkt liegt auf kaiserzeitlichen, völkerwanderungszeitlichen und mittelalterlichen Funden.
Als bedeutende Gräberfelder, von denen größere Teile im Berliner Bestand erhalten sind, wären u.a. Oberhof, Eisliethen und Fürstenwalde aus den Beständen der Physikalisch-Ökonomischen Gesellschaft bzw. dem Ostpreußischen Provinzialmuseum, die ins Prussia-Museum gelangten, sowie Gerdauen, Grebieten, Viehof und Wiekau aus der Sammlung der Altertumsgesellschaft Prussia zu nennen. Diese Nekropolen wurden nur in zusammenfassenden Vorberichten bzw. sehr summarisch veröffentlicht.

Seit Herbst 2011 sind die mittelalterlichen Funde der Prussia-Sammlung Gegenstand eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojektes am Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin, Staatliche Museen Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz:
Das Baltikum im 9. bis 15. Jahrhundert n. Chr. - Die Funde der Späteisenzeit, der Wikingerzeit und des Mittelalters aus dem ehemaligen Prussia-Museum Königsberg im Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte. 
Im Rahmen des Projektes werden die mittelalterlichen Funde aus der Prussia-Sammlung erschlossen und aufgearbeitet. Ziel ist eine digitale Bereitstellung der Funde für die archäologische Forschung.
 
Unter der Funktion DFG-Projekt kann bereits jetzt einschlägige Literatur wie auch in einem Album - für das Internet aufbereitet - Funde im aktuellen Zustand mit Verortung gefunden werden. Ebenfalls kann im Archiv nach Ortsakten, Ortsnamen sowie Ortsverzeichnissen gesucht werden. 


Buchprojekt
Die Erstellung eines umfänglichen Werkes mit dem Titel
„Die Altertumsgesellschaft Prussia - Hundert Jahre Geschichtsverein und Museum, Archäologie und Denkmalpflege in Ostpreußen (1844–1945) “
steht neben den Vortragsveranstaltungen der Gesellschaft im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Das Thema wurde bisher wissenschaftlich noch nicht umfassend erforscht und publiziert, folglich wird mit der Herausgabe eine vorhandene Lücke für Forschung, Lehre und Interessierte geschlossen werden.

In dem Werk wird die 100-jährige Tätigkeit der PRUSSIA in Ostpreußen sowie ihre Sammlungen und das PRUSSIA-Museum in Königsberg - mit seiner großen Bedeutung weit über die Grenzen Preußens - dargestellt. Auszuwertende Materialien (Quellenmaterial und Archivalien) befinden sich in der vereinseigenen Bibliothek, in staatlichen und privaten Sammlungen, Museen, Archiven und Bibliotheken im In- und Ausland. Dabei kann umfangreiches, bisher nicht in den Kontext gestelltes und daher noch nicht erforschtes Material herangezogen werden.

Bereits jetzt besteht bei Wissenschaftlern, interessierten Privatpersonen und Bibliotheken ein großes Interesse an dem Werk. Auch hat ein russischer Verlag bereits sein Interesse an einer späteren Übersetzung mitgeteilt.

 

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